Long. Longer. Longdrink?

von Lisa Kepp am 6. April 2009

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Na, wo liegen Deine Cocktailvorlieben: Geht’s in Richtung Shortdrink, Longdrink, Fancy-, Exotic-Cocktail oder alkoholfrei? Süß oder herb? Es ist jedenfalls schon ganz schön abgefahren, was sich auf den Cocktailkarten der angesagten Bars tummelt. Aus mehr als 350 Cocktailkreationen kann man da mitunter wählen: von B wie Bloddy Mary bis Z wie Zombie. Damit wird jeder Tag im Jahr zu einem Special-Cocktailtag, ganz gleich ob in Aachen, München, Dresden oder Köln.

Wer in Aachen in die Hilde geht – meint nicht den neuen Heike Makatsch-Film, sondern das „Hildegart“, eine angesagte Cocktailbar im 1970er Jahre Look, die sich – aber nur äußerlich – brav in die historische Altstadt schmiegt. Hier gibt es Cocktails im Überfluss und auch gerne zum Happy Hour-Tarif von 4,50 pro Mix-Getränk. Nicht geschüttelt, sondern gerührt ist das Ambiente, das mit plüschigen Sitzmöbeln und Flokatiapplikationen die lila-braune Welt der Hippies lebendig werden lässt. Wenn Du statt des üblichen Pils am Abend einen gepflegten Kir Royal vorziehst, dann probier’s mal bei der Hilde.

Zugegeben, was die Mix-Kultur betrifft, hat die „Schumann’s Bar“ in München Maßstäbe gesetzt. Die legedäre Bar von Charles Schumann ist die bayuvarische Anwort auf amerikanische Bars mit Promigarantie. Trotz heftiger Stoßzeiten ist das Personal stets freundlich, distinguiert und bietet ein großartiges Geschmacksfeuerwerk für experimentierfreudige Gaumen. So hat sich der gute Charles über Jahre einen Weltruhm geschaffen, der auch aus dir am Abend einen weltoffenen Kosmopolit macht.

Von München aus geht’s nach Dresden. Die goldene Stadt an der Elbe weiß nicht nur mit klassizistischen Sehenswürdigkeiten zu überzeugen. Auch das Nachtleben hat in den letzten Jahren an neuen Clubs und Szenenlokalen gewonnen – nicht nur im berühmt berüchtigten Szenenviertel Neustadt. Ein Vorzeigeobjekt der Extraklasse: die „Sonderbar“. Ihr Geheimtipp: ein begnadeter Barmixer, der täglich über sich hinauswächst. Die Teilnahme an zig Meisterschaften hat ihm schon viele Preise eingebracht. Zu Recht, wie du leicht schmecken wirst. Lass dich überraschen.

Doch auch das „Monkey’s“ in Köln braucht sich vor diesem großen Meister nicht zu verstecken. Seit 2002 im Geschäft kommen hier die Nachtschwärmer jeder Couleur auf ihre Kosten. Die Auswahl ist riesig und auch die Musik ein echter Kracher. Besonders am Wochenende, wenn die Resident DJs den Saal zum Kochen bringen.

Übrigens wusstest Du, dass die Cocktailgeschichte in Nordamerika ihren angeblichen Ursprung nahm? Der hochprozentige Whiskey, den es dort im Überfluss gab, war wohl selbst den stärksten Männern eine Nummer zu hart. Deshalb versuchte man, mit Zucker, Honig, Aromen und Fürchten den Hochprozentigen zu knacken. Mit dem Spirituosenangebot wuchsen schließlich die Möglichkeiten der Mixkultur. Heute beflügeln Cocktailweltmeisterschaften die Barmixer-Seele – und machen  Mai Tai, Mojito, Daiquiri & Co. regelmäßig Konkurrenz. Na dann: Prost! Salute! Gin-Gin!

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Gastronomie goes Homing
XXX29.04.09 um 14:21

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