Ist skobbler für OpenStreetMap Segen oder Fluch? (Pt.1von2)

von Marcus am 24. February 2010

In einigen Foren und auch hier im skobbler Blog kommen derzeit interessante Fragen hinsichtlich unserer Umstellung auf OpenStreetMap (OSM) auf:

1. Glaubt skobbler wirklich an OSM oder hatten wir einfach keine andere Wahl?

2. Darf skobbler als OSM-basierte Lösung etwas kosten?

3. Behält skobbler die über den Rückkanal editierten Daten für sich?

4. Bringt ein Projekt wie skobbler OSM nach vorne oder beutet es die Community aus?

All diese Fragen sind in meinen Augen absolut nachvollziehbar und berechtigt. Ich werde meine Sicht zu den jeweiligen Punkten im Folgenden relativ ausführlich darlegen und dabei versuchen, auch noch ein paar Hintergrundinformationen zu geben. Heute schreibe ich etwas zu den ersten beiden Punkten, morgen kommt etwas zu den letzten beiden.

Zu 1. Glaubt skobbler wirklich an OpenStreetMap (OSM) oder hatten wir einfach keine andere Wahl?

Beides. Zunächst hilft es, sich kurz noch mal vor Augen zu führen, wo skobbler herkommt. Die skobbler GmbH wurde im September 2008 aus der Navigon AG ausgegliedert. Seitdem ist skobbler eine vollkommen eigenständige Firma,  die selbständig ihre eigenen Produkte entwickelt.

Wir hatten OSM bereits seit 2008 im Blick, da das Konzept von allen Kartenlösungen am ehesten mit der ursprünglichen skobbler Vision – einer kostenlosen bzw. sehr kostengünstigen Navigationslösung auf Handys als Basis für interessante Zusatzdienste – vereinbar war. Schließlich sind sowohl OSM als auch skobbler im Kern Community-basierte Ansätze. Andererseits muss man auch ganz eindeutig feststellen, dass OSM ursprünglich nicht wirklich für Navigation aufgesetzt war. Als wichtigstes Kriterium und Gradmesser für die Qualität galt vielen im OSM-Universum stets alleine die Kartenabdeckung. Zudem wurden viele zusätzliche, auf der Karte sichtbare Details eingefügt. Die vielen nicht sichtbaren Attribute, die für eine gut funktionierende Navigation extrem wichtig sind, waren nicht vorhanden oder kamen in Ansätzen erst später hinzu. Da das skobbler Projekt innerhalb von Navigon seinen Ursprung genommen hat, diente aber auch von Beginn an das Kartenmaterial als Grundlage, welches bei Navigon eingesetzt wird und schon damals eine solide Navigationsfunktionalität ermöglichte. Dabei handelte es sich um Kartenmaterial der Firma Navteq.

Wie ich bereits mehrfach hier im Blog angedeutet hatte, kam es nach dem unerwartet großen Erfolg von skobbler im Apple App Store Mitte Oktober 2009 zu einer plötzlichen Veränderung der Beziehung zu diesem Kartenanbieter. Als Resultat mussten wir uns, entgegen unserer ursprünglichen Planung, zügig nach einer neuen Kartenlösung umschauen. Nach intensiver Überlegung und eingehender Prüfung verschiedener Alternativen haben wir uns schließlich für OSM entschieden.

Mit diesem Hintergrundwissen lässt sich jetzt die oben unter 1) aufgeworfene Frage nun knapp beantworten. Wir haben den Wechsel auf OSM-Kartenmaterial stets als eine erwägenswerte und logisch naheliegende Variante für skobbler in der Zukunft gesehen. Technische und lizenzbezogene Rahmenbedingungen hätten uns den Wechsel aber wohl erst in einigen Jahren tatsächlich durchführen lassen. Durch die radikale Änderung der Kartenlizenzsituation mussten wir von unserem technisch ursprünglich vorgezeichneten Weg viel früher als geplant abweichen. Wir haben uns für OSM als bestmögliche Alternative entschieden.

Der entscheidende Punkt dabei: Wir glauben an Crowdsourcing, wir glauben an Community-basierte Projekte, die dem Endkunden guten Service für wenig (oder kein) Geld ermöglichen. Etwas handfestere Gründe für den Wechsel waren die insbesondere in Deutschland großartige Entwicklung der OSM Karte, die Vermeidung weiterer Wechselei zu einem späteren Zeitpunkt sowie eine enge Kooperation mit CloudMade. Letztere hat uns überzeugt, dass auch im Bereich der Infrastruktur um und hinter OSM sich vieles in die richtige Richtung zu entwickeln scheint.

Nichtsdestotrotz muss man ebenso realistisch eins festhalten: Für eine Firma wie skobbler ist der Wechsel auf OSM zum jetzigen Zeitpunkt ein extrem großes Risiko. Wir haben ausschließlich dieses eine Produkt, wir setzen buchstäblich „alles auf eine Karte“. Wir können nicht mal eben in einem OSM-Projekt ein paar Entwickler auf dem Thema rumprobieren lassen. Hier heißt es für uns: entweder ganz oder gar nicht. Dadurch werden die Schwächen, die OSM im Moment im Bezug auf Navigation einfach noch hat, für uns zu sehr scharfen Klippen, da viele Endnutzer kaum interessieren wird, warum das ein oder andere vielleicht noch nicht wie gewohnt funktioniert. Wir müssen versuchen, diese Klippen selbst so gut wie möglich zu umschiffen bzw. dazu beitragen, dass die Tools geschaffen werden, mit denen die Schwächen in der kürzestmöglichen Zeit vernünftig behoben werden können.

Letztlich kann sich die OSM-Community auch aus diesem Grund sicher sein, dass wir alles daran setzen werden, die Verbesserung der OSM-Karte mit aller Kraft zu unterstützen.

Zu 2. Darf skobbler als OSM-basierte Lösung etwas kosten?

Die anhaltende Weiterentwicklung einer bestmöglichen Navigationslösung auf verschiedenen Handyplattformen, die Weiterentwicklung eines bestmöglichen Rückkanals, die Mitwirkung an der Entwicklung immer besserer Kartentools mit Kooperationspartnern etc.  – um all das leisten zu können, benötigt man ein Entwicklerteam, Entwicklungslizenzen, Hilfe von anderen Entwicklern, Contentlizenzen, Rechtsanwälte (!), Büroräume, Tester, Testfahrten, Hardware, Server, usw. Das kostet Geld. Und an diesem Punkt sind eventuelle Lizenzkosten für eine Kartenlösung noch gar nicht ins Spiel gekommen.

Die Karte ist ein wichtiger Teil der Gleichung. Aber sie ist eben nur ein Teil. Durch den Einsatz von OpenStreetMap ist es uns möglich, skobbler durchgängig für einen sehr günstigen Preis anzubieten. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass eine OSM-basierte Applikation nicht viel kosten darf. 5 Euro für eine Navigationslösung, die zudem als wichtigen Bestandteil einen Rückkanal enthält, der dem OSM-Projekt zugute kommen soll, sind in meinen Augen fair.

Eins ist aber auch klar: Sobald wir eine Möglichkeit sehen, uns anders als durch den Verkauf der App zu finanzieren, ergibt sich auch Spielraum beim App-Preis.

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Ist skobbler für OpenStreetMap Segen oder Fluch? (Pt.2von2)
XXX25.02.10 um 22:28

{ 14 Kommentare }

Robert am 25.02.10 um 08:23

Hallo Team,

ich denke auch wenn ihr für die App 10,- Euro por Jahr verlangen würdet, wäre das noch nicht wirklich viel Geld.
Da man für jedes Service bezahlen muß, und außerdem gibt man für andere Dinge wesentlich mehr aus :-) Ich hoffe das ihr mit eurem Projelt Erfolg habt, damit nicht immer die Platzhirschen auf dieser Welt sich durchsetzen und auch einmal ein junges dynamisches Team seine Ziele erreicht.

Weiter so und liebe Grüße aus Wien,

Robert

Marc am 25.02.10 um 10:48

Hallo,

danke für die Antworten.

Wie du ja schreibst, ist der Umstieg sehr früh bzw. zu früh. Ich hatte immer die Hoffnung, das eine Routing-App für mein iPhone existiert, so dass ich beim Routen die Bugs sehe und beheben kann. Für mich ist eure Situation nun ein Glücksfall…

Ihr werdet sicherlich in den nächsten Wochen furchtbare Userkommentare bekommen. Ich bin aber sich, das die OSM-Community auch mit eurer Hilfe in naher Zukunft die beste routbare Karte erstellen kann.

Dafür müßten wir aber die Probleme kennen, die ihr zur Zeit habt. Es gab ja schon viele QS-Checks in der Vergangenheit, und neue sind immer möglich.

Also, was schmerzt euch am meisten: Vollständigkeit ( Straßen ), Abbiegevorschriften …

Mfg Marc

Alex am 25.02.10 um 11:17

Also ich bin wahrlich gespannt.
In meinen Augen ist die OSM Umstellung leider zu früh, lässt sich ja aber nicht ändern.

Es werden sicherlich einige “verwöhnte” iPhone Nutzer Skobbler in die Ecke donnern, wenn sie mehrmals Dank Abbiegefehler fehlgeleitet werden.
Ich wünsche euch, dass ein überlebenswichtiger Grundstamm erhalten bleibt und Skobbler mit OSM eine wahre Chance hat.

Tobi am 25.02.10 um 11:47

Liebes Skobbler-Team,

ich habe großen Respekt vor euer mutigen Entscheidung. Aber auch ich denke es ist der richtige Weg. Vor allem weil es dann endlich eine professionell entwickelt Software auf OSM-Basis gibt. Und 5 EUR dafür zu verlangen ist ganz und gar nicht abwegig. Vielleicht könntet Ihr auch etwas mehr verlangen und dies dann dem OSM-Projekt zukommen lassen – Sie haben ja genauso Kosten zu decken (Server etc.) . Die klassischen Navigationsanbieter melken uns Anwender schon viel zu lange!
Ich wünsche euch von ganzem Herzen viel Glück, Durchhaltevermögen und Erfolg.
Und bitte, bitte, bitte vergesst nicht die Androider :-) Danke.

Grüße, Tobi

Marco am 25.02.10 um 18:18

Entweder bin ich dumm oder ich habe es nicht rauslesen können.

Die User, die SKOBBLER schon gekauft haben und nutzen, müssen die bei Kartenwechesel dann nocheinmal 5€ zahlen?

Matti am 25.02.10 um 18:22

Mal etwas zur Vollständigkeit :

Hier sieht man die vollständigkeit von NRW :
http://osm.gt.owl.de/Strassenliste/map-nordrhein-westfalen.html

Die anderen Bundesländer sehen teilweise schlechter aus. Zum Teil fehlen noch die wichtigen Grenzen, die bei einer Routingapplikation für die Adresssuche gebraucht werden.
Es fehlen noch viel öfters die Hausnummern weil die Aufnahme dieser Daten sehr auswendig ist und deswegen wird das auch nocn sehr lange so bleiben.

Eine Flut von möglichen Fehlermeldungen wird nicht helfen denn irgendwer muss diese Fehler auch beheben.
Am besten ist es natürlich wenn man gefundene Fehler selber behebt :-)

Marcus am 25.02.10 um 18:30

@Marco:
Nein, die aktuellen skobbler Nutzer werden die neue Version als kostenloses Update erhalten.

sushbone am 25.02.10 um 19:39

“Letztlich kann sich die OSM-Community auch aus diesem Grund sicher sein, dass wir alles daran setzen werden, die Verbesserung der OSM-Karte mit aller Kraft zu unterstützen.”

Ich finde das ausgezeichnet, Skobbler ist eine sympatische Firma, und ich freue mich dass es endlich eine professionelle und mobile Navigationssoftware geben wird die auf OSM aufsetzt. Ich denke hier können wirklich beide Seiten von partizipieren!

“Dafür müßten wir aber die Probleme kennen, die ihr zur Zeit habt. Es gab ja schon viele QS-Checks in der Vergangenheit, und neue sind immer möglich.
Also, was schmerzt euch am meisten: Vollständigkeit ( Straßen ), Abbiegevorschriften …”

Ja darueber würde ich mich auch freuen. Man koennte auch versuchen dies als Newseintrag im Blog von OSM einzutragen, damit es breitere Aufmerksamkeit findet. Denke für OSM ist es sehr interessant welche Kartendaten für Navigation primär benötigt werden.

Alles in allem sehe ich es ebenfalls so dass diese App auch ruhig ein paar kleine Euro mehr kosten koennte. Jedem sollte klar sein dass man mit einer Navigationslösung nicht nur die Kartenhersteller bezahlt sondern primär die Applikation.

Viel Glück, haut rein, freue mich auf das Update!
Und wie gesagt, eine Info über die wichtigsten fehlenden Tags wäre fein.

Herbert Feuersemmel am 25.02.10 um 19:44

Hört sich doch alles sehr gut an! Kopf weiterhin in Windrichtung und weiter so.

Der gepostete Kartenlink ist auch sehr aufschlussreich gewesen.
Mein Kerngebiet ist >90% aufgenommen. D.h. für mich, ich fahre mal dahin, wo es <50% sind und teste das mal mit dem Rückkanal.
Wenn es einfach ist und Spaß macht wird es uns eine Freude sein, Euch zu unterstützen.

Vielleicht noch
@Marco:
Sobald ein (Software)Anbieter versucht, mich Jährlich zu melken, wechsle ich den Anbieter.
Das für Programmupdates gezahlt wird, empfinde ich – solange es – und in den meisten Fällen ist es so – Bugfixes sind, eher unverschämt. Selten kommen interessante neue Features hinzu, die ihr Geld auch wert sind.
Für mich gibt es überall und in jeder Branche genügend Mitbewerber für jedes Produkt, das ich benutze, also ist es ein einfachstes, zu wechseln, solange mir die Konditionen nicht fair vorkommen.
Für eine Kartenapp, die auf einer freien Kartenlösung basiert, ein Abopreis zu verlangen fänd ich schon arg bedenklich, solange nicht zu jeder Abbuchung tolle/neue/nennenswerte Programmfeatures dazukommen würden.

Aber, das hat hier ja niemand vom Skobblerteam ge- und beschrieben. Insofern ist dies nur mein pers. Einstellung und mein allgemeines Verhalten und Umgehen mit diesem Thema.

Matti am 26.02.10 um 04:53

Die Abdeckungskarte von NRW zeigt nur ein Vergleich von offiziellen Straßenlisten (aus Wahlbekanntmachungen/Müllabfuhrkalender) mit den vorhandenen Daten in OSM.
Es zeigt nicht ob die Daten eventuell defekt sind (routing), ob die Straßen eventuell zu kurz/falsch aufgenommen wurden oder ob Adressdaten vorhanden sind.
PLZ Bereiche sind garnicht vorhanden was eventuell in Berlin ein Problem darstellen könnte.

In ein Gebiet mit unter 50% Abdeckung zu fahren und fehlende Straßen(namen) zu melden macht keinen Sinn, das sehen wir ja selber in OSM. Die NRW Karte ist anklickbar und dort sieht man direkt welche Straßen noch fehlen.
Gemeldet werden sollten Fehler wie fehlende Abbiegeregeln, vergessene Einbahnstraßen, defektes Routing durch Datenfehler oder falsche Straßenverläufe.

Thomas am 27.02.10 um 20:28

Ich glaube nach wie vor nicht, dass es schlau ist, auf OSM umzustellen. Ich nutze Wayze und sehe da, dass die Deutschen einfach nicht bereit für so ein Community-Ding sind. Obwohl es da den direkten Vorteil gäbe (wenn viele mitmachten), immer über aktuelle Staus und Blitzer informiert zu sein. Macht aber keiner mit, denn das ist ja anstrengend.

So denke ich mal, dass ab dem Stichtag sehr viele versuchen werden, bei Apple ihr Geld zurückzufordern für die App, die ja nicht mehr so schön funktioniert, wie man das gewöhnt ist.

Nebenbei, als OSM-Mapper käme ich mir übrigens ziemlich veräppelt vor, wenn ich wüsste, dass jede investierte Stunde jetzt eurem Gewinn zugute kommt. Ja ich weiss, dass es auch andere OSM-basierende Navis gibt. Aber die haben nicht so eine Verbreitung und sucken dermaßen, dass man sie getrost vernachlässigen kann.

Marc am 28.02.10 um 12:15

Hallo,

ich frage mich, wo an dieser Stelle die Skobbler-App-Nutzer der ersten Stunde bleiben.
Zu dem Zeitpunkt als ich die App gekauft habe wurde der Kartenwechsel auf OSM noch nicht angekündigt und wäre für mich wegen meiner schlechten Erfahrungen mit anderen OSM basierten Apps ein ganz klares KO-Kriterium gewesen.
Ich glaube nicht, dass die ohnehin schon recht unzuverlässige Skobbler-App nach dem Wechsel überhaut noch einsetzbar sein wird.

Herbert Feuersemmel am 01.03.10 um 11:15

@Marc:
Nun, dann ist es wohl so, das Du einen geringen Preis für eine App gezahlt hast, die Du bald nicht mehr nutzen kannst/willst.

Ich habe meinerzeit, glaube ich, knapp 4 Euro für die App gezahlt und sollte es so sein, das ich sie nach einem halben Jahr nicht mehr benutzen kann/will, ist das zwar blöde, aber nicht wirklich schlimm.

Für die Zeit, in der ich die App nutzen konnte, hat sich der Anschaffungswert gelohnt. Sicherlich wäre es den geneigtem User lieber, eine App für 4 Euro ein leben lang zu benutzen.

Du hast ja die Möglichkeit, deine Meinung bei der Bewertung der App im Appstore auszudrücken.

Heute lese ich in irgendeinem Ticker, das die App NDrive Germany für einige Tage kostenlos zum Download zur Verfügung steht. Normalpreis wohl 30 Euro.
Da denke ich mir im ersten Moment auch: “Wow. Genoröse Geste des Herstellers. Aber auch nötig, wenn man Neukunden gewinnen will.”
Und was lese ich in den ersten Bewertungen der App?
Das dies nur eine Testversion ist, die nur während der CeBit lauffähig ist. Ob dem wirklich so ist, oder nicht, weiss ich (noch) nicht, aber hier ist es eindeutig, das der Hersteller diese Einschränkung dem Kunden vorenthalten hat. (Oder geschickt verborgen, ich konnte jedenfalls keinen *direkten* Hinweis entdecken).
Im Falle von Skobbler ist es aber doch eher so, das der Kartenwechseln “gezwungenermaßen” kam, also keine Absicht dahinter stand, die User zu hintergehen, was ich bei o.g. App schon eher vermute (meine pers. Meinung).

Viel Gerede um etwas, was in 3 Tagen eh vergessen ist :-)

http://itunes.apple.com/de/app/ndrive-germany-cebit/id357875116?mt=8

Himmbeere am 03.03.10 um 12:10

@ Thomas

Das angebliche Opensource Projekt “Wayze” sammelt die Daten nur mit einer opensource software, die Daten selbst sind unfrei (!) und werden von wayze Profitorientiert gesammelt. Davon abgesehen ist die Art und weise wie dort die Daten gesammelt und ungeprüft in eine Navilösung führen sollen schlicht dem vorgegeben Zweck (Automatische Navigationserzeugung) unbrauchbar – eben nur zum verkaufen ist das noch brauchbar. Der User der da also in gutem Glauben mitmacht wird entsprechend auf den Holzweg geführt. Deswegen ist dort auch nichts los weil die meisten das erkennen!

Ganz anderst ist das beim “OpenStreetMap” (OSM) Projekt. Die Daten die dort einfließen sind wirklich frei. Davon abgesehen sitzen dort auch jede Mapper dran die entsprechend echte Datenpflege betreiben damit dort brauchbares bishin zu extrem hochwertigem (Navi bezogen) entsteht. Teilweise mit einer akribischen Besessenheit das es mir die Sprache verschlägt. OSM hat nicht ohne Grund mittlerweile über 200.000 angemeldete User.

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