Perspektivenwechsel: Kommentare von der anderen Seite des Vorhangs (Teil 1)

Ihr wolltet schon immer mal wissen, was unsere Leute eigentlich von der neuen App halten? Worauf wir stolz sind? Was unsere Visionen sind? Prima – genau darum soll es in dieser Reihe gehen: Drei Fragen – Drei Antworten.

Den Anfang macht Philipp Kandal – unser CTO – und damit Leiter des gesamten Entwicklerteams:

Philipp, die neue App ist (so gut wie) fertig. Worauf bist Du besonders stolz?

Im Wesentlichen auf drei Dinge – allen voran natürlich die hybride Navigation. Als erster Anbieter in Deutschland bieten wir eine Navigation mit Online- UND Offline-Karten an – der Kunde wählt, was er möchte. Außerdem haben wir mit der neuen App erstmals weltweites Kartenmaterial. Das heißt, skobbler ist mit der neuen Version weltweit nutzbar – mit den eben erwähnten Offline-Karten auch ohne teures Roaming. Auf das komplett überarbeitete User Interface bin ich aber auch stolz. Es sieht einfach genial aus, funktioniert auf allen Geräten (iPhone,  iPhone Retina & iPad) gleichermaßen und man hat nun auch endlich die Wahl zwischen Portrait- und Landscapemodus (d.h. man skobbler hochkant und quer benutzen).

Was kann die neue App aus Deiner Sicht besser als die vorherige?

In erster Linie: Navigieren :-) Unser Hauptaugenmerk lag natürlich darauf, die Navigation zu verbessern – das ist uns hoffentlich auch gelungen. Das Routing ist nun deutlich schneller (v.a. on-board), selbst bei schlechtem GPS funktioniert die App gut und auch die Qualität der Routen wurde erheblich verbessert. Zu erwähnen ist aber auch noch die Kartendarstellung:  Gerade der „Map Modus“ ist aus meiner Sicht ein echtes Highlight, da wir nun Karten in allen Zoomstufen darstellen können.

Welches Marktumfeld und welche technischen Voraussetzungen wurden bei der Konzeption und Entwicklung besonders beachtet?

Bei der Entwicklung einer neuen App gibt es immer unheimlich viel zu beachten. Besonders wichtig war uns, alle Apple Geräte mit GPS vollständig zu unterstützen, das heißt vom etwas älteren iPhone 3G bis zum iPad 2 mit 3G. Als unsere letzte Navi-App auf den Markt kam, gab es z.B. noch kein Retina-Display – jetzt schon. Die Anpassung an die technischen Neuerungen der Geräte ist für die Entwicklung einer App einfach unumgänglich.

Ein weiterer zu beachtender Faktor war und ist natürlich die OpenStreetMap. Sie wächst massiv und wird immer detaillierter. Die Konsequenz: Wir mussten unsere Kartendarstellung deutlich tunen, um mit dieser Masse an Daten zurechtzukommen.

Und natürlich der Preis – der Preis soll erschwinglich bleiben. Das bedeutet aber auch, dass sich unsere Kosten für Server im Rahmen halten müssen. Die Herausforderung war es daher, dass wir mit wenigen Servern unsere mehr als 1,5 Mio. Kunden versorgen können – das ist geglückt.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Philipp.

6 Kommentare:

  1. “Es sieht einfach genial aus, funktioniert auf allen Geräten (iPhone, iPhone Retina & iPad) gleichermaßen ”

    Soll das heißen es wird keine Android Version geben?
    Das wäre sehr Enttäuschend.

  2. >Soll das heißen es wird keine Android Version geben?
    Von der Navi wird es erstmal keine Android Version geben, das ist richtig. Aber: Wir arbeiten an einem auch extrem spannenden neuen Produkt für Android im Bereich Navigation (kann noch nicht zu viel dazu verraten). Wir sind also alles andere als untätig auf Android.

  3. Hm, eigentlich wurden Android-User doch nur auf einen späteren Termin vertröstet als zum iOS-Release. Hat sich das geändert? Skobbler verbaut sich dadurch einen großen Absatzmarkt. Mit der App aus dem Bereich Navigation ist hoffentlich nicht AdressHunter gemeint, oder?

  4. >Hm, eigentlich wurden Android-User doch nur auf einen
    >späteren Termin vertröstet als zum iOS-Release. Hat sich
    >das geändert?
    Ja, ehrlich gesagt hat sich das total geändert. Auf Android arbeiten wir an einer anderen App die dort auch viel früher als eine iOS Version auf den Markt kommen wird. Für Android müssen wir einfach mit Google Maps vorinstalliert akzeptieren, dass Nutzer dort nicht bereit sind Geld für zusätzliche Navi Apps auszugeben und daher wollten wir unsere Energie auf einen anderen Bereich konzentrieren den Google noch nicht abgedeckt hat.

    >Mit der App aus dem Bereich Navigation ist hoffentlich nicht AdressHunter gemeint, oder?
    Nein, wir arbeiten an einer komplett neuen App. AddressHunter ist ein weiteres Projekt um die OSM Karten zu verbessern.

  5. Na da bin ich ja mal sehr gespannt.

    Insbesondere freue ich mich das Ihr die Navigation nun Weltweit anbietet. In Israel besteht eine sehr Detailreiche OSM Karte nur Leider sind die meisten Apps nicht in der Lage mit RTL Sprachen umzugehen (Hebräisch bzw. Arabisch)

    Ich persönlich würde gerne mal zwei Arten von Apps sehen:

    1. Eine Mapping app für Android Handys und Tablets. Der Anteil an Mappern ist beim Android sicherlich höher als bei iOS.

    2. Eine Blitzer App (mit community) die auf OSM Basiert und sozusagen auch gleich die GPX tracks mitloggt und wo man Fehler in Mapdust eintragen kann.

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